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Thread: Genomanalysen und klassische Archäologie: Zankapfel Paläo-DNA521 days old

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    Default Genomanalysen und klassische Archäologie: Zankapfel Paläo-DNA

    Genomanalysen und klassische Archäologie
    Zankapfel Paläo-DNA

    Genomanalysen revolutionieren die Forschung zur Frühgeschichte des Menschen, belasten aber auch die Beziehung zwischen Archäologen und Genetikern.
    Ewen Callaway

    https://www.spektrum.de/news/zankapf...tm_content=edi



    »Die Art und Weise, wie Menschen Dinge tun, bleibt letztlich gleich. Sie nutzen einfach nur andere Dinge – und eben auch andere Töpfe«, erläutert Neil Carlin vom University College Dublin, der die Übergangsperiode von der Jungsteinzeit ins Kupfer- und Bronzezeitalter Irlands und Großbritanniens erforscht.

    Seit 2017 kursieren allerdings mehr und mehr Berichte, die das bisherige Bild von einer stabilen Kultur in Frage stellten. So werteten Forscher Genomdaten von 170 Menschen aus dem europäischen Raum der damaligen Zeit aus, darunter 100, bei denen auch Glockenbecher-Artefakte gefunden wurden. Die Wissenschaftler erkannten dabei, dass die Bevölkerungsgruppe, die das Hügelgrab gebaut und ihre Toten dort begraben hatte, bis 2000 v. Chr. bereits nahezu verschwunden war. Laut Studie wurden die genetischen Vorfahren der neolithischen Briten demnach fast vollständig verdrängt. Trotzdem schienen die Neuankömmlinge viele Traditionen der ehemals ansässigen Menschen fortgeführt zu haben. »Das passte irgendwie nicht zusammen«, erzählt Carlin – der Mühe damit hatte, seine Forschungsergebnisse mit den DNA-Daten in Einklang zu bringen.

    Für einen Paukenschlag in der Forschung zur Glockenbecher-Kultur sorgte Anfang 2018 dann eine Veröffentlichung in »Nature«: Beschrieben wurden 230 weitere Genproben, was die Studie offiziell zur bisher umfangreichsten paläogenetischen Analyse machte. Dabei steht sie nur beispielhaft für die zunehmende Anzahl von genetischen Studien, die das ganze Forschungsfeld gründlich durcheinanderrütteln. Schon 2010 hatten Wissenschaftler das erste vollständige Genom eines Menschen aus prähistorischer Zeit sequenziert. Seitdem wurden Daten von mehr als 1300 Individuen gesammelt und damit Themen wie die Entwicklung der Landwirtschaft, die Verbreitung der Sprachen und der Stilwandel bei Töpferwaren beleuchtet – alles Fragen, die klassische Archäologen seit Jahrzehnten beschäftigen.
    Last edited by Skomand; 2018-04-19 at 12:01.

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